SAP S/4 HANA wird in der Praxis in drei grundlegenden Betriebsmodellen eingesetzt, die jeweils unterschiedliche Anforderungen an die technische Anbindung des Hivebuy Connectors stellen.
SAP S/4 HANA Public Cloud
In der Public-Cloud-Variante betreibt SAP die Systeminfrastruktur vollständig als mandantenfähigen Cloud-Dienst. Die OData-APIs sind über öffentlich erreichbare HTTPS-Endpunkte direkt im Internet exponiert und durch standardisierte Authentifizierungsverfahren (OAuth 2.0, API-Key) gesichert. Der Hivebuy Connector kann diese Endpunkte ohne zusätzliche Netzwerkinfrastruktur direkt ansprechen. Die Konnektivität ist damit am einfachsten herzustellen, da keine besonderen Netzwerkanforderungen auf Kundenseite bestehen.
SAP S/4 HANA Private Cloud
Bei der Private Cloud wird SAP S/4 HANA in einer dedizierten, kundenisolierten Cloud-Umgebung betrieben – entweder durch SAP selbst (RISE with SAP) oder durch einen Hyperscaler (AWS, Azure, GCP). Die Systeme sind in der Regel nicht direkt über das öffentliche Internet erreichbar. Die Anbindung des Hivebuy Connectors erfordert hier typischerweise eine gesicherte Netzwerkverbindung, z. B. über ein VPN, ein Private Link-Verfahren oder IP-Whitelisting auf Seiten des SAP-Tenants. Die OData-API-Struktur ist technisch identisch zur Public Cloud, der Zugang wird jedoch auf Infrastrukturebene kontrolliert.
SAP S/4 HANA On-Premise
Bei einer On-Premise-Installation betreibt der Kunde SAP S/4 HANA vollständig in seinem eigenen Rechenzentrum. Die OData-Dienste sind ausschließlich innerhalb des internen Unternehmensnetzwerks erreichbar. Um den Hivebuy Connector anzubinden, ist zwingend eine sichere Anbindung des internen Netzwerks an den Hivebuy Connector erforderlich – in der Regel über einen On-Premise-Agent (auch „On-Premise Gateway" oder „Agent" genannt), der innerhalb der Unternehmensinfrastruktur installiert wird und eine ausgehende, verschlüsselte Verbindung zum Hivebuy Connector herstellt. Alternativ kann eine DMZ-basierte API-Proxy-Lösung eingesetzt werden. Firewall-Regeln müssen so konfiguriert sein, dass ausgehende HTTPS-Verbindungen zum Hivebuy Connector zulässig sind, ohne eingehende Ports zu öffnen.
| Merkmal | Public Cloud | Private Cloud | On-Premise |
|---|---|---|---|
| SAP-Betrieb | SAP-managed, mandantenfähig | Dediziert, cloud-gehostet | Kundenbetrieb, eigenes RZ |
| API-Erreichbarkeit | Öffentliches Internet (HTTPS) | Privates Netzwerk / VPN | Nur intern / LAN |
| Konnektivität zum Hivebuy Connector | Direkt via HTTPS | VPN / Private Link / Whitelisting | On-Premise-Agent / API-Proxy |
| Zusätzliche Infrastruktur | Keine | Netzwerkkonfiguration | Agent-Installation erforderlich |
| Komplexität der Anbindung | Gering | Mittel | Hoch |
Die Integration zwischen Hivebuy und SAP S/4 HANA wird über den Hivebuy Connector realisiert. Dieser übernimmt die ereignisgesteuerte, bidirektionale Synchronisation von Bestelldaten zwischen der Beschaffungsplattform Hivebuy und dem ERP-System SAP S/4 HANA. Die Kommunikation mit SAP erfolgt über die standardisierte SAP OData API (speziell der OData-Service A_PurchaseOrderType).
Trigger (Schritt 1) – Ereignisempfang via HTTP-Webhook (Real-time)
Der Hivebuy Connector überwacht eingehende HTTP-Webhook-Events von Hivebuy in Echtzeit. Der Prozess wird ausgelöst, sobald eines der folgenden Ereignisse eintritt:
order.created – eine neue Bestellung wurde in Hivebuy angelegtorder.resent – eine Bestellung wurde erneut zur Verarbeitung übergeben